Max-Planck-Gymnasium




Das Max-Planck-Gymnasium ist ein vierzügiges Gymnasium mit ca. 1000 Schülerinnen und Schülern im Duisburger Stadtteil Meiderich. Inhaltliche Schwerpunkte der schulischen Arbeit liegen vor allem in den Naturwissenschaften und Informatik, aber auch im musisch-künstlerischen Bereich.

Beginnend mit den Profilklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 können sich die Schülerinnen und Schüler ihren Interessen nach u.a. für die naturwissenschaftliche Klasse oder die Laptopklasse entscheiden. In zwei zusätzlichen Unterrichtsstunden werden spezielle Profil-Inhalte vermittelt (z.B. naturwissenschaftliche Arbeitsweisen durch Geschichten, anregenden Aufgaben und kleinen Experimenten im NW-Profil). In der Laptopklasse wird das Laptop in verschiedenen Fächern im Unterricht eingesetzt (z.B. in Mathematik durch Geometriesoftware, in Englisch durch Vokabelprogramme, in Musik durch Notenprogramme, in Kunst durch das Gestalten von Bildern)
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In der Jahrgangsstufe 7 wird für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler die AG NOS („Nature of science“) angeboten. Die Materialien dieser AG wurden in Kooperation mit der Arbeitsgruppe der Chemiedidaktik von Frau Prof. Dr. Sumfleth (Universität Duisburg-Essen) erstellt und evaluiert. Als Teil der Begabtenförderung wird ausgewählten, naturwissenschaftlich interessierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern in dieser AG die Möglichkeit gegeben, eine Antwort auf die Frage zu bekommen „Wie arbeitet ein Naturwissenschaftler?“. Durch Erkundungen und Experimente zu den Merkmalen der Naturwissenschaften (1), Reisen in die Vergangenheit zu Galileo und anderen Wissenschaftlern (2) und schließlich ein eigenes Forschungsprojekt (3) sollen sie lernen, wie man richtig wissenschaftlich arbeitet. Die AG stellt eine Vertiefung des naturwissenschaftlichen Profilunterrichts statt, bietet aber auch Schülern aus anderen Profilen die Möglichkeit, sich vertieft mit dem (natur-)wissenschaftlichen Arbeiten auseinander zu setzen.

In den Jahrgangsstufe 8 und 9 haben die Schülerinnen und Schüler u.a. die Möglichkeit, drei MINT-Fächer als Wahlpflichtfächer zu wählen: (1) Junior-Ingenieur-Akademie, (2) BioMed, (3) Informatik.

(1) Junior-Ingenieur-Akademie
Dieses Projekt wurde zunächst von der Deutschen Telekom-Stiftung gefördert. Im Jahr 2011 übernahm der Förderverein Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen die Förderung. In diesem Wahlpflichtbereich wird ausgewählten Schülerinnen und Schüler, welche besonders leis-tungsstark in Mathematik und den Naturwissenschaften sind, die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in den Ingenieurberuf zu bekommen. In der Hälfte der Unterrichtsstunden erfolgt Unterricht in der Schule, in der anderen Hälfte besuchen sie verschiedene Fachbereiche der Universität Duisburg-Essen (z.B. Institut für Angewandte Materialtechnik, Institut für Netz- & Kraftwerkstechnik). Dort arbeiten sie projektartig und häufig auch „mit eigenen Händen“ (z.B. beim Schmieden am Hochofen). Ziel ist es auch, das Interesse der Schüler in diesem Bereich zu fördern, u.a. damit sie die naturwissenschaftlichen Fächer auch in der Oberstufe wählen. Bei der Auswahl der Schülerin-nen und Schülern wird auch auf eine möglichst ausgewogene Verteilung auf beide Geschlechter Wert gelegt.

(2) BioMed
In diesem Wahlpflichtbereich werden biologisch-chemisch-medizinische Inhalte thematisiert. Während im ersten Jahr die Lebensmittelanalytik und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen, sind es im zweiten Jahr vor allem medizinische Inhalte. An ca. 15 Terminen im zweiten Jahr gehen die Schülerinnen und Schüler in das Bethesda-Krankenhaus. In Kleingruppen begleiten Sie Ärzte und medizinisches Personal in verschiedenen Bereiche (z.B. Radiologie, Diabetes-Zentrum, Orthopädie). Sie gewinnen damit hautnah einen Einblick in die Arbeit von Ärzten und medizinischen Mitarbeitern.

(3) Informatik
In diesem Wahlpflichtbereich stehen das Kennenlernen verschiedener allgemeiner Programme (z.B. Word, Excel, Power-Point) sowie das Programmieren im Zentrum. Der Computerraum bietet die Möglichkeit, dass zwei Schülerinnen und Schüler sich gemeinsam an einem Rechner mit den gestellten Aufgaben auseinander setzen.

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 (bzw. jetzt: Q1 und Q2) wird ausgewählten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, einen vertieften Einblick in den Ingenieurberuf zu bekommen. Die Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) stellt eine Fortführung der Junior-Ingenieur-Akademie (WPII) dar. Dabei ist die Schüler-Ingenieur-Akademie aber ein wenig anders organisiert, da sie ein Kooperationsprojekt mit zwei weiteren Gymnasien ist. Jede Schule wählt jeweils fünf leistungsstarke Schüle-rinnen und Schülern aus, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich vertieft mit dem Ingenieurberuf auseinander zu setzen. Diese Schülerinnen und Schüler werden bereits danach ausgewählt, ob sie sich später vorstellen könnten, ein Ingenieurstudium aufzunehmen. Bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler wird versucht, eine möglichst gleiche Verteilung der Geschlechter zu erreichen. In den ersten drei Semestern besuchen die Schülerinnen und Schüler an ca. 8-10 Terminen ein Institut der Universität Duisburg-Essen (Institut für Halbleitertechnik & Optoelektronik; Institut für Angewandte Materialtechnik; Institut für Regelungstechnik).Die Einführung in die jeweilige Thematik erfolgt jeweils an einem oder zwei Terminen vorher von einem Fachlehrer der drei Gymnasien. In Projekten vor Ort setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Themenbereichen des Ingenieurberufs auseinander. Ergänzt werden diese Veranstaltungen durch Führungen bei ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg, um den Schülerinnen und Schülern die Anwendung des erlernten Wissens zu de-monstrieren. Im letzten Semester schließt eine Projektwoche bei ThyssenKrupp Steel Europe die Akademie ab. Die Schülerinnen und Schülern setzen sich dort vertieft mit einer Thematik aus dem Bereich des Stahlunternehmens auseinander (z.B. 2009: Schachtofenschlacke - ein nutzbares Abfallprodukt?, 2010: Windkraftanlagen – Aufbau, Erstellung, Nutzen). Im Rahmen dieser Projektwoche werden sie in Gesprächen mit Ingenieuren, Werksführungen und Präsentationsseminaren in die The-matik eingeführt und auf die Abschlussveranstaltung vorbereitet. In der Abschlussveranstaltung präsentieren sie beispielsweise vor Lehrern, Schulleitern und Mitarbeitern von ThyssenKrupp Steel Europe ihre Ergebnisse und erhalten die Urkunden über die erfolgreiche Teilnahme. Als positiven Effekt vergibt ThyssenKrupp Steel Europe nicht selten Stipendien an ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Neben diesen Fächern und Projekten findet sich die MINT-Förderung auch in anderen Bereichen wieder, z.B.
- bei der regelmäßigen Teilnahme an der Mathematik-Olympiade
- ein intensives Nutzen der Lernplattform „Moodle“
- AG Primarstufe (Unterricht mit Schülern der Grundschule)
- regelmäßige Leistungskurse in den MINT-Fächern
- Facharbeiten und besondere Lernleistungen
Max-Planck-Gymnasium
Werner-Wild-Straße 12
47137 Duisburg

Telefon: (0203) 449920
E-Mail: 164665(at)schule.nrw.de
Web: http://www.max-planck-gymnasium.eu/index.html

Schulleitung
Herr K.-D. Stalleicken, OStD

Ansprechpartner
Herr Dr. F. Sprütten, StR


Förderer / Kooperationspartner
ThyssenKrupp Steel Europe, verschiedene Fachbereiche der Universität Duisburg-Essen (z.B. Ingenieurwissenschaftliche Fachbereiche, Didaktik der Chemie); Förderverein Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen, Bethesda Krankenhaus, ...

MINT-EC Veranstaltungen
Schulleitertagung 2012